Montag, Oktober 29, 2007
posted by ChliiTierChnübler at 14:06

Cecies Kette


Ich habe die besten Blogleser der Welt!

Da merkt man plötzlich, dass man auch traurig und verzweifelt ernst genommen wird. Dass Schwäche und Verletzlichkeit zu zeigen eine nie geahnte Verbundenheit hervorbringt zu Menschen, die verstehen, dass das Herz und der Verstand manchmal nicht mehr kommunizieren können. Und dass es gerade deswegen lohnt, den Kopf aus Bodennähe ein paar Regionen höher zu tragen als in den letzten Wochen.

Ich umarme alle aufmunternden Kommentar- und Emailschreiber(-innen). Die ersten Schmunzler entlockten mir Ray und LtStoned und von da an ging's bergauf.

Speziellen Dank geht an die talentierte Cecie für diese tolle rote Perlenkette, mit der ich künftig im Ausgang leuchten soll und an Makku, der wohl das aussergewöhnlichste Gute-Laune-Paket zusammengestellt hat, das ich je gesehen habe. Du BIST die beste Mutter der Welt.

Tröschterli

Jetzt bleibt nur noch eins. Ihm endlich zu sagen, was ich wirklich denke.

Voilà, erleldigt.

Und so endet alles mit Klartext:

"Wag' es ja nicht, mir unter die Augen zu kommen, ich trete Dir öffentlich eins in die Eier, das schwöre ich."



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Mittwoch, Oktober 17, 2007
posted by ChliiTierChnübler at 22:23

Was bringt es schon, seine Nummer zu löschen, wenn man sie noch auswendig kann?



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Dienstag, Oktober 16, 2007
posted by ChliiTierChnübler at 13:35

Traurig

Aber es wird besser. Seit gestern ist seine Nummer nur noch eine Zahl auf einem PostIt. Ganz löschen ging dann doch nicht. Aber immerhin hindert mich diese Massnahme daran, ihm in einem meiner vielen schwachen Momente eine SMS zu schicken, auf die er dann doch nicht antworten wird.

An dieser Wand hängen immer 3 PostIts. Für jedes neue muss ein altes weichen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch seines an die Reihe kommt. Dabei dachte ich für einen Moment wirklich, dass ich Dank ihm nie mehr einen Gedanken an diese farbigen Klebezettel mit den 10-stelligen Natelnummern verschwenden müsste. Ein kleines, blaues PostIt ist alles, was übrig bleibt von meinen ersten grossen Gefühlen seit Jahren. Die Rosafarbenen in Herzform waren ausverkauft.

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Samstag, Oktober 13, 2007
posted by ChliiTierChnübler at 03:48

So geht's mir.

WUNDen leckend wegen eines ERs mit Besäufnis an einer BAR.

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Sonntag, Oktober 07, 2007
posted by ChliiTierChnübler at 07:39


Ich dachte immer, der Schmerz des Verlassenwerdens kann nicht getoppt werden. Aber es kann durchaus schlimmer kommen: Man kann am nächsten Morgen aufwachen und feststellen, dass man noch gebrauchte, vulkanisierte Gummihüllen vom vermeintlich glücklichen Vormorgen wegräumen muss.



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Dienstag, September 18, 2007
posted by ChliiTierChnübler at 17:44

Und dann hört man doch plötzlich wieder was von ihm und freut sich.

Er erzählt von irgendwelchen Ethanol-Überdosierungen in belustigendem Ausmass. Und irgendwie freut man sich schon etwas weniger.

Dann fällt einem eine weitere seiner Geschichten wieder ein, die stark an die halluzinogenen Erlebnisse des Urs Blank erinnern und man freut sich gar nicht mehr.

Und plötzlich ist es scheissegal, ob er gut küssen kann und die Nummer bleibt gelöscht.

Manche nennen das Kommunikationsprobleme zwischen den Geschlechtern, ich nenne das natürliche Selektion.



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Montag, September 17, 2007
posted by ChliiTierChnübler at 17:56

Eigentlich sind Männer leicht durchschaubar, wenn manfrau ihre Sprache spricht.
Wenn einer nämlich simst: "Ich melde mich bei Dir, wenn ich wieder Zeit habe...", dann ist das gleichzusetzen mit einem Korb. Ganz einfach. Ich würde das auch jeder Freundin so übersetzen und sie davon abhalten, sich mit erneuten Kontakt-SMS zum Affen zu machen.

Am Schlimmsten ist dann jeweils die Hoffnung, dass er sich trotzdem noch meldet und die Enttäuschung, wenn am Morgen schon wieder keine Nachricht eingetroffen ist. In dieser Zeit machen die Netzanbieter bei mir am wenigsten Umsatz. Ich lasse das Handy absichtlich ausgeschaltet. Manchmal nehme ich auch die SIM raus und verstecke sie irgendwo, nur damit ich dem Mann nicht aus Versehen in einem schwachen Moment trotzdem eine Nachricht schicke. Seine Nummer zu löschen - zur Sicherheit auf einem PostIt notiert - wirkt auch vorbeugend.

Wo die Wartegrenze erreicht ist, hängt ganz vom Mann ab. Bei mir ist die Schmerzgrenze bei einer Woche erreicht, wenn ich dem Mann zuvor gestanden habe, dass ich ihn mag. Manche warfen mir bei einer späteren, zufälligen Begegnung auch schon vor, ich hätte mich ja auch nicht gemeldet. Nur liebe Männer, wenn mir einer sagt, er melde sich, dann nehmen sicher 99% der Frauen früher oder später Kontakt mit dem Lieblingsmann auf, nur ich nicht. Nicht wenn ich vorher schon offen und ehrlich meine Sympathie kund tat. Denn egal wie selbstbewusst ich auch manchmal bin, kommen Gefühle ins Spiel, bin ich eine ängstliche Maus. Ich ziehe das Mauseloch dem Käse vor und warte ab, bis der Kater weg ist.

Zu mir gesellen sich noch weitere Mäuse. Ich bin also nicht die Einzige, die ein Kommunikationsproblem mit dem dreibeinigen Geschlecht auszubaden hat... Hat jemand noch Käsereste? Oder ein Wörterbuch?

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Freitag, September 14, 2007
posted by ChliiTierChnübler at 19:15


Als Teenager erkennt man das Privileg, in einem der ältesten Häuser der Stadt aufwachsen zu dürfen, nicht unbedingt. Vor allem, wenn man die Ausgangslimite wieder einmal zeitlich weit strapaziert hat und jede der knarrenden Holzdielen der Treppe einzeln herausreissen und im Cheminée verfeuern könnte.

So richtig zum Teenagerschreck wurde das Haus beim ersten richtigen Freund. Unkrontrolliertes Stöhnen wurde damals sicher bis zum Nachbarhaus gehört. Aber damals fehlte sowieso jegliche Körperbeherrschung, zu neu war das alles und zu aufregend.

An Lustbefriedigung war also nicht zu denken und so mussten sich mein Freund und ich etwas anderes überlegen. Durch einen tolpatschigen Zufall fanden wir den perfekt Schall-isolierten Raum im Haus: den Estrich. Es hatte nämlich ein Familienmitglied die Rolltreppe hochgefahren während ich noch oben war. Ich konnte sie selber nicht mehr öffnen und mein Rufen blieb auch lange ungehört.

Die Qualität der Isolation wollten mein Freund und ich am nächsten Wochenende unbedingt testen. Er hatte mir inzwischen auch gezeigt, wie die Rolltreppe von oben her wieder ausgefahren werden kann. Vor lauter Vorfreude hatte ich mir gar nicht überlegt, dass uns da oben zwar Teppichboden aber keine Matratze oder sonstigen horizontalen Beischlaf-freundlichen Unterlagen erwarten würde. Als topfitte, hormonbeladene Teenager schien uns das damals auch nicht wirklich ein Kriterium, um auf die Saft-Tauschbörse zu verzichten.

Wie schmerzhaft sich Teppichboden anfühlen kann, wenn die Knie schon fast bluten und sich Dekubitus-ähnliche Stellen am Steiss bilden, das sollte mir schon einige Stunden später bewusst werden. Glücklicherweise aber fanden wir in der hinteren Ecke des Estrich den Friedhof der Kuscheltiere meiner kleinen Schwester, die es sich damals zu ihrem Lebensziel gemacht hatte, jeden Monat ein neues Plüschtierchen von den Eltern zu erzwängeln. Mein Freund bastelte uns ein wunderbares Bett aus Plüsch und die Liebesnacht konnte in die Verlängerung gehen.
Dass Plüschtiere nicht nur zum Draufliegen, sondern auch für diverse Spielchen missbraucht werden können, lernte ich in dieser Nacht übrigens auch. Besonders eine weisse Robbe mit damals noch erlaubter, kindermund-gefährdeten Plastiknase, erwies sich als stimulierendes Spielzeug.

Diese Nacht, obwohl sie toll war, hatte ich fast vergessen, bis ich heute im Eingangsbereich meiner Eltern über jede Menge Gerümpel klettern musste, der morgen auf dem Flohmarkt verkauft werden soll. Und was denkt Ihr, was ich da fand?


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Montag, September 10, 2007
posted by ChliiTierChnübler at 06:06


"Widerstehen:

erwehren, widersetzen, (sich) wehren, (sich) widersetzen, (sich) zur Wehr setzen, die Stirn bieten, Trotz bieten, trotzen."

Eigentlich wollte ich ja nur nicht mit hoch zu ihm.

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Samstag, September 08, 2007
posted by ChliiTierChnübler at 00:05

"Ich wusste, dass ich Dich hier treffen würde!"
"Warum sollte ich ausgerechnet hier zu finden sein?"
"Wärst Du nicht hier, dann hätte ich auch nicht mehr weiter gewusst."
"Aber hier sind fünftausend Leute."
"Ich weiss, aber wollte ja nur DICH finden."

Schweigen.

"Weisst Du, dass ich Dich gesucht habe?"
"Wann, heute?"
"Auch. Aber ich meinte damals, als Du einfach so verschwunden bist."
"Bin ich das?"
"Und ob. Auf und weg warst Du, dabei haben wir uns gerade so toll unterhalten."
"Das tut mir leid."
"Du bist ins Gebäude auf der anderen Strassenseite."
"Das hast Du gesehen?"
"Ich konnte Dich doch nicht einfach so gehen lassen..."
"Weswegen?"
"Weil ich Dich wiedersehen wollte."

Schweigen.

"Ich war öfters vor diesem Gebäude in den letzten Monaten."
"Ich arbeitete da."
"Aber ich habe Dich leider nie dort gesehen."
"Jetzt arbeite ich nicht mehr da."
"Meine Freunde konnten mir auch nicht sagen, wer Du bist."
"Ein paar von denen kennen mich aber."
"Die kannten nur Deinen Pfadinamen."
"Der ist dafür einmalig in Solothurn."
"Daher wusste ich, dass ich Dich hier finden würde."

Schweigen.

"Hast Du nicht mal behauptet, Du hättest immer das letzte Wort?"

Küssen. (Sagt manchmal mehr als tausend letzte Worte.)


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Sonntag, August 26, 2007
posted by ChliiTierChnübler at 17:51

"Was machst Du da?" Er schüttelt seine nassen Haare und legt sich zu mir auf's Badetuch.
"Ich speichere Daten."
Er lacht über meine Aussage und greift nach meinem Moleskine. "Vergiss es", scherze ich und schreibe weiter. Er fährt mit seinem Zeigefinger über die Narben an meinen Beinen. "Soviele Narben. Die habe ich am Freitag im Kofmehl gar nicht gesehen." Er zählt meine Narben.
"Du warst zu betrunken, um das zu bemerken."
"Heee! Immerhin hab' ich Dich gesehen."
"Du hast mich mit Bier begossen."
"Daran war Dein Kleid Schuld, das hat mich blind gemacht."
"Also hast Du mich doch nicht gesehen."
"Warum?"
"Na, Du warst doch blind?!"
"Hast Du immer das letzte Wort?"
"Ja."

Er blickt wieder zu meinem Notizbuch. "Sag jetzt, was schreibst Du da?"
"Ich blogge."
"Bloggen, was ist das?"
"Seelenstriptease im Internet."
Beim Wort "Striptease" beginnt er frech zu grinsen und zupft an meinem Bikiniträger.
"Willst Du's mir nicht mal vorführen, dieses Bloggen?"
Zu seiner Enttäuschung entblättere ich nicht meine nackte Haut, sondern blättere eine Seite zurück und lese ihm einige Stellen vor.
"Du schreibst über mich?" Er scheint sichtlich erfreut. "Schreibst Du dann auch wie toll und gutaussehend ich bin?" Ich lache laut heraus, als er das sagt. Meine heftige Reaktion hat ihn offensichtlich beleidigt. Er nimmt mir den Moleskine aus den Händen und liest einen Absatz, der solitär auf einer Seite steht, laut vor: "Für einen kurzen Augenblick war ich Celine und er Jesse. Nur dass es nicht in Wien war und wir uns auch nicht in 6 Monaten wiedertreffen wollen." Er schweigt kurz und fragt dann: "Bin ich Jesse?"
"Nein."
"Wer bin ich dann?"
"Du hast noch keinen Namen."
"Krieg' ich denn einen?"
"Willst Du denn einen?"
"Ja."
"Dann bekommst Du auch einen."
"Gibst Du mir den Link Deiner Seite?"
"Nein."
"Gemein. Warum nicht?"
"Weil ich sonst nicht mehr über Dich schreiben könnte."
"Quatsch. Dann könnte ich nachlesen, was Du von mir hälst."
"Du könntest mich auch einfach fragen, wenn Du das wissen möchtest."
"Stimmt, das könnte ich."
"Ja das könntest Du."
"Du hast wirklich immer das letzte Wort."
"Ich weiss."


"Hunger?"
"Ja."
"Gehen wir mit den andern bräteln?"
"Gerne. Ich geh' nur kurz was anderes anziehen."
Und kurz bloggen.


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Donnerstag, August 16, 2007
posted by ChliiTierChnübler at 19:04

Ein sinnloser Videogruss aus Chnüblis Hängematte.

Ein 8-minütiger Beweis, dass Schweizerdeutsch ohne Untertitel schwer verständlich ist und ich nach einer durchzechten Nacht und ungeschminkt tatsächlich aussehe wie Neo-Dreissig.


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Mittwoch, August 08, 2007
posted by ChliiTierChnübler at 15:47

Manch' einer meldet sich schüchtern per Email und bittet um ein Date. Einige sind billig und schicken mir verpixelte Wurstwaren und dann gab's da gestern den "Rod", der mich fragte, ob ich "seine Betty sein möchte, aber Gwendoline wäre auch akzeptabel".


(Guten Musikgeschmack hätte er zumindest.)


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Montag, Juli 16, 2007
posted by ChliiTierChnübler at 10:02



Ich ziehe unmoralische Angebote während der Prüfungszeit an, wie der Mist die Fliegen. Aber vielleicht war auch das Kleid schuld.


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Mittwoch, Juli 11, 2007
posted by ChliiTierChnübler at 00:35

.... wie das Wetter wird, bei mir scheint heute die Sonne. Liebe musikverrückten Single-Frauen da draussen, ein kleiner Tipp, bei last.fm gibt's tolle Männer und die Songs gleich dazu. Aber nicht im Chnübli-Revier wildern!



Danke M.

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Samstag, Juni 30, 2007
posted by ChliiTierChnübler at 04:30



Blaue Augen.



Dieses Mal habe ich die Nummer.


Auch ich werde klüger.





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Dienstag, Juni 19, 2007
posted by ChliiTierChnübler at 23:01

Grund 1:
Zuallererst habe ich meinen Wagen wieder. Die Schaltung ist wieder 1A und der Motor ist zwar nicht mehr ganz so leise wie vorher, aber gegen den Traktor vom letzten Donnerstag eine Wonne. Wie ich das geschafft habe? Viele aufbauende Kommentare und dann habe ich frisch motiviert dem Kerl eine Portion Prügel mit seinem Schraubenschlüssel verpasst. Ich habe den Papa Chnübli vorbeigeschickt.

Grund 2:
Dann kam ich heute pünktlich an die Uni, und habe sogar das meiste verstanden, was da erklärt wurde.

Grund 3:
Über Mittag war ich bei IKEA. Eine Studienfreundin hat mich begleitet und so hat das Ganze gleich doppelten Spass gemacht! Auch wenn ich mehr gekauft habe, als ich eigentlich wollte, aber anscheinend geht das allen Frauen so.

Grund 4:
Ich habe Schokolade gegessen.

Grund 5:
Viele nette Kirschen-Kommentare, die ich lesen durfte.

Grund 6:
Als ich mit meinem Blümchen-Dreigänger zu Arbeit fuhr, habe ich versucht, durch geschickte schräge Kopfhaltung, meine nassen Haare so zu trocknen, dass sie in einer perfekten Welle zu liegen kommen und es ist mir tatsächlich gelungen.

Grund 7:
Die Teamfotos für die aktualisierte Homepage meines momentanen Brötchengebers wurden wegen Grund 6 ein Kinderspiel für mich.

Grund 8:
In der Praxis lief mir der Drittschönste meiner Blogleser über den Weg (den Sir und den MC schlägt er dann noch doch nicht) und ich fand es in dem Moment jammerschade, dass ich keine anerkannte medizinische Masseurin bin, sondern nur eine Tierärztin, die sich da ein Zubrot verdient.

Grund 9:
Der mehrstündige Gesundheitsvortrag meines Vaters und seines Kollegen war der volle Erfolg und die Leute haben in der Pause mehrere Kilos Kirschen verputzt.

Grund 10:
Auf dem Nachhauseweg fuhr ich direkt in die Arme des hübschen Bodyguards meines Lieblingskonzerttempels und so bei Tageslicht betrachtet muss ich gestehen, dass er wirklich verdammt gut aussieht und ich bei schön tätowierten, muskulösen Oberarmen einfach nervös werde. Ausserdem, welche Frau würde nicht gerne mit "Du siehst gut aus! Aber das ist ja immer so." begrüsst werden?





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Dienstag, Mai 22, 2007
posted by ChliiTierChnübler at 21:15

30, diese Zahl verfolgt mich, und das nicht erst seit ich ebenso alt geworden bin. Ausgerechnet am Freitagabend kostete der Eintritt für die Mundartnacht "gägäWärt" in der Kulturfabrik Kofmehl im Vorverkauf fast dreissig Franken. Ich verstehe immer noch nicht, warum Vorverkaufstickets für Kofmehlanlässe immer 2.-- teurer sind als an der Abendkasse. Ich ging mit gemischten Gefühlen hin, war doch das Programm ein Jahr zuvor ziemlich - nennen wir es einmal - mühsam und ich überstand es beinahe nicht bis zur Pause. Ich schob es im Nachhinein nicht auf die Künstler, sondern auf die unbequemen Bänke. Dieses Jahr waren wir früher da und schon der hübsche Stempeljunge - wie nennt man Mitarbeiter, die nur Stempel auf der Gäste Handgelenkinnenseiten drücken müssen? - versprach einen aufregenden Abend. Leider hatte ich mich zu früh gefreut. Der Stempeljunge hatte nämlich schon eine Freundin und es reichte uns wieder nur auf die Holzbänke.

Simon Chen jedoch entschädigte mich sofort für meinen schmerzenden Hintern, der seit der Belly Off-Aktion einiges Polster verloren hat. Chen witzelte sprachgewandt, dass der Buchstabe "D" im Solothurner Alphabet zweimal erscheine, einmal nach dem "C" und einmal vor dem "U" und rief auf zu "mehr Muet zum D, zeigt D-Muet". Leider blieb es mit Simon Chen bei den positiven Überraschungen. Bereits nach 30 Minuten hatte ich die Hoffnung aufgegeben, dass es sich noch bessern würde und mir wurde übel. Nicht nur wegen des Programms, sondern auch weil die Lüftung der Halle nicht zu funktionieren schien. Trotz Rauchverbot wurde unter der Tribüne an der Bar fleissig geraucht und uns in den oberen Rängen ging langsam die Frischluft aus. Weitere 30 Minuten später gab es endlich eine Pause. Die hatte ich auch mehr als nötig, denn zuletzt musste ich mir kopfschüttelnd Wortspiele des Walliser Mundartisten Rolf Hermann anhören, der in 30 Sätzen zu erklären versuchte, dass die Hauptsache sei, dass die "Gans gans (=ganz auf Walliserdeutsch)" sei. Zum Glück stehen Walliser sozusagen unter Sprechschutz, da jeder bei diesem Dialekt automatisch an Fondue, schlechten Weisswein, der sofort besoffen macht und Snowboarden denkt.

Und? Wird es Euch schon langsam langweilig beim Lesen? Jetzt denkt Euch noch einen schmerzenden Hintern dazu und ihr kommt gerade in die richtige Stimmung. So kritisch bin ich erst seit ich 30 bin, was ja nicht unbedingt schlecht ist. Warum immer alles hochjubeln (Edit: Hier war der Artikel des Solothurner Tagblatts verlinkt, dessen Reporter den Abend gelungen und was weiss ich noch alles fand.), wenn's doch wirklich nicht dem Gegenwert des Einkaufpreises entsprach? Schliesslich arbeite ich hart für meine mikrigen 30 Franken Lohn pro Stunde.

Was nun? Alkohol! Bier? Zu schwach? Genau. Nachdem ich mir für fast 30 Franken Bacardi-Cola geleistet hatte, kam ich endlich etwas in Wochenendstimmung. Statt Euch mit den restlichen Details dieses Anlasses zu nerven überspringen wir die nächsten 30 Minuten bis ich dann keine Luft mehr gekriegt hatte auf der Gallerie der Halle und zu meinem "Bedauern" den Rest des Programms auslassen musste.

In der Raumbar nebenan ging es mir dann plötzlich wieder ausgezeichnet. Mike from Tribe legte auf, meine Stimmung wurde immer besser und Bacardi-Cola besorgte den Rest. Glücklicherweise gab es mehrere nette Herren, die mir freundlicherweise zu mehr Gleichgewicht verhalfen. Seit ich mich nicht mehr nur auf Männer im Alter um die Dreissig beschränke, sondern auch Jüngere durchaus zu schätzen gelernt habe, sind meine Parties im Kofmehl einiges lustiger geworden: Ich sortiere die Kiddies aus und streiche die offensichtlich weit über Dreissigjährigen und übrig bleiben diejenigen mit Jahrgang 1977 bis 1985. Die nächsten 30 Franken wurden mir dann auch in flüssiger Form spendiert. Leider waren alle Männer um mich herum schon vergeben und der einzige attraktive Singlemann diskutierte mit mir plötzlich über Religionswissenschaften. Normalerweise ein Thema, wo ich mich richtig ausleben könnte, aber mit Bacardi-Cola im Blut einfach sexuell zu wenig stimulierend. Mir wurde wieder übel, dieses Mal aber nur wegen der schlechten, rauchgeschwängerten Luft. Ich wankte die 30 Meter über die Strasse und schlief friedlich in der Praxis meines Vaters auf der Wassermassageliege ein.

langsam erhole ich mich wieder

Die nächsten 3 Tage fühlte ich mich dann wie dreissig sechzig und die restlichen Solothurner Literaturtage fanden beinahe ohne mich statt. Ich erhole mich immer noch. Leider habe ich keine 30 Tage mehr Zeit bis zur nächsten Sause. Um wieder fit zu werden habe ich diese Woche schon für 30 Franken Aerobickurse gebucht. Ich hoffe, es bringt etwas, schliesslich will ich ja bald wieder aussehen wie 25.

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Sonntag, April 29, 2007
posted by ChliiTierChnübler at 03:05


1. Die besten Männer sind vergeben und

sie hören auf Namen wie Simon oder Tobias.

2. Wenn man das Geflirte weglässt, kann man sich wirklich ganz toll
mit Männern unterhalten, auch über Parkett.

3. Brüste zu haben ist ein wirklich ein Segen. Danke Gott.

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Samstag, April 28, 2007
posted by ChliiTierChnübler at 01:35

Dank ihnen hab' ich heute keinen Rappen für meine Biere bezahlt und für morgen gab's auch gleich noch einen Tagespass gratis von einem attraktiven Mann der für Goldküstenbräu arbeitet. Ich finde, das ist durchaus steigerungsfähig.

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